Über uns

Der Beginn. Die Idee zur Gründung der Associazione Culturale Italo-Tedesca, der Deutsch-italienischen Kulturgesellschaft von Pescia, enstand 1990 während des Besuches einer Delegation aus Unna bei der Blumenbiennale im September 1990. Die Gründung erfolgte schon einen Monat später. Sie wurde durch die Stadt Pescia ebenso kräftig unterstützt wie durch den seinerzeitigen deutschen Botschafter in Rom, Dr. Friedrich Ruth.


Kulturelle Begegnungen. Es ist kaum möglich, die vielen kulturellen Ereignisse aufzuzählen, die die ACIT seither in Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden der Provinzen Lucca und Pistoia, vor allem der Stadt Pescia, durchgeführt hat. Es begann 1990 mit einem "Westfalentag", dann folgte ein "Wagner-Monat", in dessen Mittelpunkt Gemälde von Giuliano Pini standen, der die weitere Arbeit der ACIT begleitet hat. Zu erwähnen sind eine Fotoausstellung über die Berliner Mauer, und literarische Wochen, die sich mit Brecht, Kafka und Büchner beschäftigten. Professor Johannes Agnoli, Freie Universität Berlin, hat mehrere Vorträge und eine Konferenzreihe über den deutschen Idealismus gehalten. Mehrere Male in diesen Jahren waren Gäste der ACIT Claus-Peter Grotz, MdB CDU, Frau Hanna Wolf, MdB und SPD-Sprecherin für Frauen und Jugend, mit der eine Reihe von Treffen über Frauenpolitik in Lucca, Florenz und Pescia organisiert wurde. Mit Karl Drescher, dem Grafiker des Berliner Ensemble, wurde eine Brechtsche Woche angeboten. Besonders erfolgreich waren eine gemeinsame Veranstaltung - Toskana anders - mit dem "Kulturforum der Sozialdemokratie München" mit seinem Leiter Professor Julian Nida-Rümelin, dem heutigen Kultur-Staatsminister, eine Ausstellung über Konrad Adenauer in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und eine von mehreren Veranstaltungen begleitete Ausstellung über Willy Brandt in Zusammenarbeit mit der Bürgermeister-Willy-Brandt-Stiftung und der Provinz Pistoia. Ein weiterer Höhepunkt war die Toskanische Woche in Münster, in Zusammenarbeit mit der Azienda di Promozione Turistica Montecatini, die Regione Toscana und die Provinzen Lucca und Pistoia.


Die Märchen-Biennale. Immer wieder im Mittelpunkt: das Thema Märchen, beginnend mit der Märchenwoche 1993, an der sich - dank der Zusammenarbeit des damaligen Chefs des Protokolls der Stadt Bremen und heutigen Botschafter in Senegal, Dr. Rainald Steck - Studenten der Hochschule der Künste aus Bremen aktiv beteiligten. Auf Initiative der ACIT wurde der "Märchenweg" Pescia-Collodi-Pescia eröffnet. Aus der Zusammenarbeit mit der Deutschen Märchenstrasse entstand die "Märchen-Biennale" (Biennale della Fiaba) 1995, 1997 und 1999 und 2001. 1995 hieß es "Deutsche und italienische Märchen im Vergleich": Ein Kongress in Zusammenarbeit mit der Europäischen Märchengesellschaft, die seit damals jedes Jahr in Pescia ein Märchen-Seminar mitveranstaltet. Aus dem Engangement des Bremer Staatsrats Erik Bettermann, heute Intendant der Deutschen Welle, entwickelten sich weitere Kontakte und Begegnungen bis hin zu einem offiziellen Besuch einer Delegation der Region Toskana beim Deutschen Bundesrat in Bonn.


Märchenweg und Märchenbrunnen. Aus der Märchen-Biennale heraus entstand die Idee des "Märchenbrunnens", der 1999 gemeinsam von der Akademie der Schönen Künste in Florenz und der Akademie der Gestaltung der Handwerkskammer Münster in Zusammenarbeit mit der ACIT und der Gemeinde Pescia realisiert wurde. 2001 kamen weitere Skulpturen am Märchenweg hinzu, von denen wir einige auf diesen Seiten im Bild zeigen.